Ehescheidung- Familienrecht

Ehescheidung Familienrecht Vermögensausgleich - Was geschieht mit gemeinsamen Schulden? <

Gemeinsame Schulden erkennt man daran, dass beide Ehegatten den Kreditvertrag unterzeichnet haben. Existieren zwei Unterschriften der Ehegatten unter dem Kreditvertrag, gilt der Grundsatz dass jeder Ehegatte gegenüber der Bank für den vollen Betrag einstehen muss. Die Bank kann sich aussuchen welcher der beiden Ehegatten sie für die Tilgung des Kredites in Anspruch nehmen will. Eine Trennung/Scheidung ändert an diesem Grundsatz nichts.Dennoch bleibt die Frage, wer im Verhältnis der Ehegatten untereinander die Schulden im Innenverhältnis tragen muss. Hierauf hat die Scheidung einen entscheidenden Einfluss. Denn im Zuge der Vermögensauseinandersetzung werden die auf Kredit gekauften Sachen (Auto, Fernseher sowie Eigenheim sofern jeweils gemeinsam finanziert) unter den Ehegatten aufgeteilt. Derjenige Ehegatte, der die Sache erhält, muss wirtschaftlich im Innenverhältnis der Eheleute untereinander auch für die Schulden allein aufkommen. Wird z.B. das gemeinsam finanzierte Haus im Zuge des Vermögensausgleichs nach der Scheidung der Frau überlassen und zieht die Bank weiterhin vom Ehemann die monatlichen Raten ein, kann der Ehemann gegenüber der Bank nicht einwenden, dass ihm die Immobilie nicht mehr gehöre. Er kann nur von der Ehefrau verlangen, dass sie ihm in die ausgelegten Raten ausgleicht.

Familienrecht & Scheidung Magdeburg

Familienrecht - Scheidungsantrag - Scheidungsverfahren - Wie lange vor Einreichung einer Scheidung muss man getrennt gelebt haben?

Grundsätzlich muss man ein Jahr lang getrennt leben, um die Scheidung einzureichen. Die Trennung kann man auch innerhalb der Ehewohnung herbeiführen. Dies ist dann die sogenannte Trennung von Tisch und Bett. Man darf nicht mehr zusammen wirtschaften, das heißt, jeder kauft für sich selber ein. Die Wohnung wird in getrennte Schlafbereiche aufgeteilt. Für die gemeinsam zu nutzenden Räume (z.B. Bad und Küche) wird eine Nutzungsplan für die getrennte Nutzung erstellt. Will lediglich einer der Ehepartner die Scheidung und stimmt der Andere nicht zu, so ist gesetzlich eine Trennungszeit von drei Jahren vorgesehen, damit die Scheidung eingereicht werden kann. Die Ehegatten können versuchen sich wieder zu versöhnen. Eine kurze Zeit des Wiederzusammenlebens unterbricht nicht die Trennungszeit. Das Trennungsjahr muss erst beim mündlichen Scheidungstermin abgelaufen sein.Bei vielen Familiengerichten kann daher der Scheidungsantrag bereits nach einer Trennungszeit von zehn Monaten eingereicht werden. Bis der Scheidungstermin anberaumt wird, ist das Trennungsjahr dann verstrichen.

 
 

Informationen Punkte zur Scheidung